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So | 27. März 2016

ROSSINI - L’OCCASIONE FA IL LADRO

SHOW BEGINN:
17:00 UHR
TÜRÖFFNUNG:
16:00 UHR
ENDE:
18:30 UHR
EINTRITT:
Fr. 40.-, ermässigt: Fr. 20.-
VERANSTALTER:
Zwischenbühne Horw

Burletta per musica in einem Akt von Gioacchino Rossini
Text von Luigi Prividali
In italienischer Sprache mit deutschen Dialogen

Florian Pestell (Musikalische Leitung), Christian Kipper (Regie, Dialogfassung), Margot Gadient-Rossel (Kostüme), Orchesterarrangement (Daniel Sundy)
Mit: Alexandre Beuchat, Rebekka Bräm, Flurin Caduff, Livio Schmid, Simone Stock, Aljaž Vesel und dem Ensemble «opera taschino luzern» (Konzertmeisterin Ina Dimitrova)

Was ist wahr? Keine Frage lässt sich schwerer beantworten, gehört die Manipulation von Tatsachen doch zu den wichtigsten Überlebensstrategien des Menschen. Geht es um Liebe, wächst naturgemäss das Bedürfnis nach einer ehrlichen Auskunft, zumal wenn eine Ehe davon abhängt. Das Spiel mit Schein und Sein zelebriert zwar jede gute Komödie, erweist sich aber doch auf virtuose Weise auf den Punkt gebracht in der kleinen, von Gioacchino Rossini vertonten Burletta „L’occasione fa il ladro“:
 
Ein Paar ist einander bestimmt, ohne sich zu kennen. Auf dem Weg zu seiner Braut vertauscht der Bräutigam aus Versehen seinen Koffer – und plötzlich wirbt vor Ort zugleich ein anderer Mann mit derselben Identität um die Verlobte. Diese will natürlich wissen, wem sie legitimer­weise ihre Hand reichen darf – von der spontanen Meinung des eigenen Herzens mal ganz abgesehen. Doch um den unbekannten zukünftigen Ehegatten vorab besser prüfen zu können, hat sie selbst heimlich ihre Identität mit der Kammerzofe getauscht. Und so befinden sich schon bald vier junge Menschen, begleitet von einem tollpatschigen Diener und einem detektivisch ambitionierten Verwandten, auf der Suche nach der Wahrheit – in der Liebe und im Leben.
 
Der Librettist Luigi Prividali griff für den Auftrag zu einer einaktigen Farsa, die 1812 am Teatro San Moisè in Venedig erstmals über die Bühne ging, auf das Vaudeville „Le Prétendu par hasard ou L’Occasion fait le larron“ (1810) von Augustin Eugène Scribe zurück und machte daraus eine flotte Komödie, die in Anlehnung an Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux raffiniert mit einem Tausch von Identitäten spielt. Konzentriert auf einen Akt, durchlaufen sechs klar und nuancenreich charakterisierte Figuren Momente grösster Konfusion – des Herzens wie des Verstandes. Rossini nutzte die prägnant zugespitzten Situationen der Handlung und das zum Teil karikaturhaft überzeichneten Personal für virtuose Arien ebenso wie für hochkomplexe Ensembles, die ganz dem szenischen Geschehen ver­pflichtet sind.

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